Meine ersten Nähversuche & kleine Nähfußkunde

Neulich gab es eine tolle Überraschung: ich habe die alte Nähmaschine wiederbekommen, auf der ich meine allerersten Nähversuche gestartet habe. Eine kleine Zeitreise...

Veritas Nähmaschine

Als mich neulich meine Großeltern besucht haben, hatten sie ein tolles Geschenk für mich im Gepäck: Omas ausrangierte "Veritas"-Nähmaschine! Ein Prachtexemplar aus meinem Geburtsjahrgang - sogar in meiner Lieblingsfarbe Rot! Das ist tatsächlich der Nähmaschinentyp, auf dem ich meine ersten Nähversuche gewagt habe. Mit Mutters Nähmaschine habe ich als junge Göre von 12 Jahren angefangen, meine ersten Kuscheltiere und Taschen zu nähen. Meine Mutter hat sich dann immer sehr "gefreut", wenn sie nach meinen Nähexperimenten alles wieder richtig einstellen mußte.

Eine Nähmaschine aus einer anderen Zeit...

Damals hatte ich ja noch keine Ahnung von Fadenspannung etc. und habe wie wild an allen Rädchen herum gedreht. In meiner Ausbildung zur Modeschneiderin in einem Berliner Konfektionsbetrieb hat sich das dann allerdings geändert.

Mit der Nähmaschine von Mutter, Oma oder Freundin das Nähen entdecken zu können, ist eine schöne Sache - erst recht, wenn die Besitzerin sich die Zeit nimmt und eine Einweisung dazu gibt. Wenn man vielleicht sogar das Glück hat, so eine Maschine älterer Bauart zu erben oder geschenkt zu bekommen, ist das meiner Meinung nach der Idealfall für jede/n Nähinteressierte/n bzw. -anfänger/in.

Veritas Nähmaschine
Nähmaschine einfädeln

Robuster Klassiker

Mit diesen robusten Geräten ohne viel Firlefanz kann man wunderbar nähen lernen. Im Gegensatz zu manchen Billig-Discounter-Geräten sind diese weniger anfällig und überleben auch mal Experimente mit dicken Stofflagen oder ähnlichem.

Auch wenn ich mittlerweile maschinentechnisch ganz gut ausgestattet bin, freue ich mich sehr über dieses Gerät, welches trotz Alter super näht und mich an meine ähm... Jugend erinnert. Glücklicherweise ist sogar noch einiges Originalzubehör dabei, darunter auch eine schöne Auswahl an Nähfüssen.

Veritas Nähmaschine verschiedene Sticharten
Nähmaschine Veritas Zubehör

Kleine Nähfußkunde

Solche bzw. so ähnliche Füsschen habt ihr sicher auch in eurem Nähkästchen.

Und weil ich hin und wieder von euch danach gefragt werde, nutze ich meine Anschauungsobjekte heute gleich für eine kurze Aufklärung über deren Verwendungszwecke.

  1. Geradstich-Nähfuß, mit einem kleinen Loch für einen sauberen Geradstich bzw. geraden Steppstich
  2. Kantenfuß, z.B. zum Absteppen von Kanten oder Annähen von Reißverschlüssen (wie bei meiner Susie)
  3. Säum-Nähfuß, mit diesem kann eine Stoffkante schmal eingeschlagen und abgesteppt werden
  4. Knopfannähfuß, dieser wird direkt auf den Knopf abgesenkt, welcher mit einem Zick-Zack-Stich, ohne Transport angenäht wird
  5. Zick-Zack-Nähfuß, mit einer breiten Aussparung für den Zick-Zack-Einstich der Nadel
  6. Knopflochfuß, durch die Einwölbung wird das Knopfloch nicht flachgedrückt und der Transport bleibt gleichmäßig
  7. Ziernahtfuß, z.B. für Bogennähte
Nähfüsse für die Nähmaschine
Nähfüsse für Zierstiche für die Nähmaschine

Damit habt ihr meinen neuesten Liebling mal näher kennen gelernt - die anderen werde ich euch auch noch vorstellen. Dazu gehört u. a. eine Pfaff-Nähmaschine, die ihr aus meinen pattydoo-Tutorials kennt und nun auch eine Bernina mit Stickfunktion, welche ihr vielleicht im neuen DaWanda-Nähschulvideo zum Stiftemäppchen bemerkt habt. Mich würde ja sehr interessieren, mit welchen Maschinen ihr so näht und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt. Vielleicht habt ihr Lust, einen kurzen Kommentar zu hinterlassen? Ich würde mich freuen und bestimmt interessiert das auch sehr die Nähanfängerinnen, die noch am Überlegen sind. Vielleicht näht sogar jemand von euch mit einer "Veritas"? Vielen Dank!

Happy Sewing,

Eure Ina

Schnittmuster für Nähanfänger:

alle Schnittmuster

Kommentare

Sandra
06. September 2013 um 19:01

Hallo Ina!
Ich hab auch als "Kind" meine ersten Näh-Versuche gemacht, mit Mamas Privileg. Die meiste Zeit hab ich dann jedoch von Hand genäht, und keine Taschen (obwohl ich Taschen liebe) sondern Puppen.
Meine erste Nähmaschine war dann von Aldi. Bis vor ein paar jahren hat die auch ganz gut funktioniert, dann ist sie allerdings fast in Flammen aufgegangen. Ich hatte dann die "neue" Aldimaschine von meiner Oma geerbt, und die hat Anfang des Jahres den Dienst quittiert, als ich mir eine Hose nähen wollte (meine erste). Ich hab dann lange Hin- und Her überlegt, gegoogelt und gesucht und mich dann für eine W6 N1235-61 entschieden (Geldbeutel gab den Ton an). Mit der bin ich sehr glücklich, die näht durch ALLES durch, sie ist seither viel im Einsatz weil es jetzt richtig viel Spaß macht zu nähen. Ich hab meine Hose zu ende genäht, eine Nähmaschinentasche (Nählli von Lillesol und Pelle), diverse Buchhüllen, Federtaschen, Basic Bags (Lillesol und Pelle), Notebooktaschen, TaTüTas, ein Nadelkissen mit Armband und und und.
Vor kurzem hat meine Mam mir ihre alte Privileg vorbei gebracht. Sie wollte sie wegwerfen...
Das Handrad für die Stichbreite ist ihr abgegangen, und mein Stiefvater hat dann versucht den Stift, an dem das Handrad war, aufzubohren, warum auch immer. Darum kann man den Stift nun nicht mehr bewegen (ging wohl auch vorher nur einmal mit einer Zange in eine Richtung). Die liebe gute alte Nähmaschine näht aber noch 1a, nur nicht mehr geradeaus, aber alle anderen Stiche sind tip top. Aber gerade den geradstich braucht man ja nun einmal am meisten...
Meinst Du, oder weiß hier jemand, einen Rat, ob und wenn ja wie man da noch etwas tun kann? Zum Wegwerfen ist die gute alte Nähmaschine viel viel ciel zu schade!
Deine Video-Anleitungen sind klasse und Dein Blog ist super! Danke!
Dein Tutorial über die Vliese kam mir gerade recht, ich hab mich immerzu gewundert wo die Unterschiede sind...

Chrissy
15. August 2013 um 13:47

Hallo Ina, ich hab auch eine Veritas Nähmaschine von meiner Mutti bekommen für meine Nähanfänge.
Nun meine Frage kann ich mit ihr auch Jerseystoffe nähen?

Franzi
07. August 2013 um 12:36

Hallo,
ich habe meine ersten Nähversuche auf der Maschine meiner Mutter gemacht (Husqvarna ca. 30 Jahre alt) unverwüstlich das Ding : ) Als Einsteigermodell bekam ich eine Singermaschine geschenkt. Diese hätte mir beinahe die Lust am nähen verdorben, wär schade drum gewesen. Als ich dann meine neue Wohnung mit Vorhängen, Kissenbezügen etc. bestücken wollte und die "billigmaschine" nur zicken gemacht hat und sie beinahe aus dem Fenster geflogen wäre, habe ich in ein Nähmaschinenfachgeschäft mein jetziges "Schätzchen" gefunden, eine Pfaff Expression 4.0. Eine etwas teurere Maschine für einen Anfänger aber ich liebe sie und will gar nicht mehr aufhören zu nähen. <3

Christiane
07. August 2013 um 11:58

P.s.: dein Blog und die Videos sind toll! Super Ideen!

Christiane
07. August 2013 um 11:56

Hallo,
Ich nähe mit der Lidl- Maschine, das macht mich zwar nicht glücklich, aber es funktioniert. Die hat nur leider quasi kein Zubehör. Daher würde ich gerne wissen, welche Füße Sinn machen zu kaufen. Ich glaube, ich habe bei der Anleitung der "Susi" einen durchsichtigen Fuß gesehen, stimmt das? Und macht das Sinn?

Ich nähe gerade Taschen aller Art, Röcke und kinderklamotten.

Danke!
Lg,
Christiane

Madlen
06. August 2013 um 22:35

Hallo,
Ich habe erst vor kurzem das Nähen für mich entdeckt und jetzt kann ich die Finger nicht mehr davon lassen. Ich bin absoluter Laie auf diesem Gebiet und da ich nicht wusste, ob ich dabei bleibe habe ich mich für das günstige Modell 8280 von Singer entschieden, da mir Singer als gut weiter empfohlen wurde. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden mit meinem Baby. Sie zieht manchmal den Stoff ein (beim Versäubern am Stoffende), was mich ärgert, aber vielleicht mache ich da auch etwas falsch?!?
Normale Nähte bekommt man damit gut und sauber hin, vielleicht wird es irgendwann noch eine "Größere" wenn ich mich mit allem besser auskenne und meine Ansprüche (bisher einfache Hosen, Shirts und Mützen für meinen Sohn) steigen.
Dein Blog hat mir dabei schon heute, als ich ihn entdeckte, sehr weiter geholfen.
Mach weiter so!!!
LG

Kati
03. August 2013 um 17:39

Hallo Ina!

Ich kaufe mir nächste Woche auch eine neue Nähmaschine - bin schon ganz aufgeregt.
In deinen neuen Videos habe ich gesehen, dass du jetzt auch eine Overlockmaschine hast. Die macht ganz tolle Nähte :) Ich habe überlegt, ob ich mir eine günstige Overlockmaschine gleich mit dazu kaufen soll, aber das ist ja auch immer eine Frage des Geldes. Es wird bei mir wohl auf die Bernina Aurora 450 rauslaufen.

Wie lang hast du ohne deine Overlockmaschine genäht, bevor du dir eine geholt hast und wie hast du da deine Nähte "professionell" versäubert? Mit einem einfachen Zick-Zack-Stich?

Liebe Grüße, Kati von naehklimbim

Mandy
07. Juli 2013 um 22:54

hallo aus dem norden, lese soeben erst deinen VERITAS bericht und freue mich drüber! habe mit 14 jahren eine veritas geschenkt bekommen, ein tolles ding, näht sogar knopflöcher und knöpfe an, hat zig programme ... damals nagelneu im kaufhaus in berlin auf dem alex bestellt und gekauft, war irre viele ostmark`s teuer ! jetzt - 27 jahre später - nähe ich immer noch damit - ich mag mich nicht trennen und will gar keine andere, alle sagen ich soll mir doch eine neue zulegen, es gäbe jetzt so schnittige in schönen farben ... aber nein sie bleibt, bis sie den geist aufgibt. als zweitmaschine hätte ich gern eine stickmaschine, die gönne ich mir demnächst, aber zum nähen behalte ich meine VERITAS - jahre lange freundschaft schweißt zusammen ;-) (ein ersatzteil bräuchte ich jedoch: vorn links, der schutz der über der lampe klemmt, der mit diesem metalgitter, meiner ist über die jahre etwas aus der form/verschmolzen .... <- hat jemand eine idee wo ich evtl noch ersatzteile bekommen könnte? auch den fuß zum reißverschlüsse einnähen habe ich verkramt, vor jahren schon)
liebe grüsse von der insel rügen,
mandy

Heidi K.
20. Juni 2013 um 22:41

Hallo Ina,
Deine Seite ist echt klasse und die "Susie" sowas von kinderleicht und superklasse.

Ich habe vor ca. 18 Jahren mit einer Borletti ( die auch schon über 40 Jahre ist) angefangen für meine Kids Kostüme und für meine Tochter Kleidchen zu nähen, dann ist sie im Keller gelandet. Im letzten Jahr hab ich dann mit einem Discounter- Modell von meiner Schwiegermutter wieder angefangen zu nähen. War nicht von langer Dauer, denn als ich den Hebel zum Rückwärtsnähen betätigen wollte, ist er gebrochen. Na Super dachte ich mir, was nun. Als Alternative hätte ich noch eine alte Singer zum Treten von 1958, von Omi geerbt, noch nie drauf genäht und die alte Borletti. Flugs wurde diese wieder zum leben erweckt und ich frag mich immer noch, warum ich dieses gute Stück so vernachlässigt habe. Sie schnurrt nach einer Komplettreinigung und Ölung wie eine eins und hat total viele Funktionen.

Irgendwann werde ich mich bestimmt mal mit der Singer auseinandersetzen, dafür habe ich Teile, die ich überhaupt nicht zuordnen kann. Leider gibt es dazu keine Anleitung.

Julia I.
20. Juni 2013 um 21:13

Hallo Ina,

ich bin jetzt grade auf deinen Blog gestoßen und er gefällt mir SEHR! Ein schöner Artikel über deine "Einstiegs"-Maschine, das "Ost-Modell" kannte ich noch gar nicht!
Ich habe vor jetzt ca. 40 Jahren (mein Gott, so lange nähe ich schon?!?!) auf einer Husquarna Zig-Zag (eine der ersten Zickzack-Maschinen) nähen gelernt - und diese Maschine gibt es immer noch! Die alte Dame (muss man unbedingt mit "Sie" ansprechen;-) ) muss jetzt mal wieder aufgeflitzt werden und meine Schwester hat jetzt im Fachhandel/Service erfahren, dass wohl für diese alten Maschinen (auch Pfaff, Singer usw.) wieder Ersatzteile produziert werden. Denn diese Maschinen sind einmalig robust, zuverlässig und im Stichbild wunderbar gleichmäßig! Also an Alle: Unbedingt mal in der Werkstatt nachfragen, wenn eure alte Maschine Pflege braucht!

Liebe Grüße,
Julia

Ingrid Düwel
20. Juni 2013 um 10:05

Hallo Ina,
ich habe jetzt erst diese Seite entdeckt und finde sie wirklich klasse. Eine gute Hilfe eigentlich für alle.
Ich selber nähe mit einer Janome DC4000. Habe sie schon ca. 3 Jahre, lerne sie aber jetzt erst so langsam kennen.
Eigentlich bin ich mit ihr zufrieden. Meine Nähversuche sind bescheiden.:-)
Meine Freundin möchte sich jetzt gerne eine neue Maschine kaufen und hat nicht viel Geld. Bei FB bin ich auf Nähbegeisterte Menschen getroffen, die von der W6 N 3300 begeistert sind. Ist diese Maschine zu diesem Preis wirklich so gut? Wenn ich die Beschreibung so lese, bin ich etwas skeptisch. Bei diesem Preis?
Kann ich ihr diese Maschine wirklich empfehlen?
Ich würde mich sehr über einen Kommentar hierzu freuen.
Vielen Dank.
Deinen Blog finde ich übrigens klasse; und dann deine Nähvideos, Super erklärt. Damen hoch!
Alles Liebe und weiterhin viel Erfolg, Ingrid

Carina U.
17. Juni 2013 um 22:05

WArum ist mein Beitrag von gestern nicht dabei?

Derya
03. Juni 2013 um 12:59

Hey,

find ich ja sehr cool dass du auf deiner Seite die alte Veritas vorstellst und deine Begeisterung für dieses gute Stück kundtust. Ich nähe selber auf 2 Singer-Maschinen aus den 70ern (inkl. Schrank mit göttlich grüner Einrichtung) und 80ern , eine Futura 1000 und eine 1872. Ich hatte vorher eine Discount-Maschine und war nicht zufrieden.
Am Anfang war ich noch etwas geknickt über die alten Maschinen, aber ich habe sie lieben gelernt. Mittlerweile fädel ich blind ein, was war das früher noch für ein Gehampel mit Anleitung auf dem Schoss...

Diese "guten alten" Maschinen haben einfach was (dazu kommt dass diese Metalllager haben - allesamt neue Maschinen sind nur noch in Kunststoff gelagert, irgendwann ist da auch einfach Schluss!). Bislang haben die mich auch nie im Stich gelassen, letztes Jahr ist mir leider mal ein Folien-Kondensator an der Futura 1000 weggeschmort aber auch das passiert mal, 5 Minuten und 6 Euro beim Nähmaschinentechniker und sie surrte wieder. Ach ja, und circa 3 Stunden Lüften und besorgten Nachbarn ;)

Klar sehne ich mich auch nach einer tollen neuen, leisen und selbsteinfädelnden NäMa mit selbstregulierender Fadenspannung - ganz davon abgesehen dass ich diese nicht bezahlen kann weiss ich ganz genau: ich nähe lieber an meiner ollen Singer 1872 und denke an meine Oma, die mir dieses gute und robuste Teil vermacht hat. Die haut alles durch, Leder, Jeans, Markisenstoff, ohne zu meckern. Die Futura 1000 nutze ich nur für Overlock, dreigeteilten ZickZack, Zwillingsnähte oder Zierstiche.

Meine Mutter näht seit über 30 Jahren auf einer Pfaff 1215. Diese hat damals 2.000 DM gekostet, gebraucht werden diese noch bei bis zu 500 € gehandelt - sonst hätt ich auch schon längst so eine. Die Pfaff war noch nie defekt und musste auch noch nie eingestellt werden. Da sind meine Singer schon etwas pflegebedürftiger, aber who cares - das sind wir Frauen auch und wir sind alle liebenswert ;)

Seit April habe ich einen Run und meine Tochter (4Jahre) und mich einmal komplett neu benäht; und es hat alles geklappt (besonders dank deinen Tipps zum Halsausschnitt, die wurden früher immer so eng). Übung und vor allem Ruhe macht also doch fast-Meister ;) meine Mutter kann es nicht fassen dass ihre Tochter so gut nähen kann (Wo hast du denn den Pulli her? - Genäht! - WOAS? Zeig mir mal die Armkugel!) und sogar mein Mann möchte wohl mal einen Sweater "lieber als einen Strickpulli" (grmpf danke).

Ich kann allen nur sagen: ran an Speck. Nähen. Und vor allem ohne Angst und Hektik. Seitdem klappts bei mir super.

Christina
05. Mai 2013 um 21:27

Hallo Ina,

auch ich bin Besitzerin einer "Veritas" :) Die Nähmaschine habe ich letztes Jahr gebraucht gekauft. Ich bin noch Nähanfängerin und hatte gehört, dass diese Nähmaschinen besonders robust sein sollen. Als ich dann im Internet eine Anzeige entdeckt hatte, hab ich gleich zugeschlagen. Leider hatte ich einige Probleme mit der Nähmaschine, da sie am Anfang immer wieder Stiche ausgelassen hat und die Fadenspannung auch nicht richtig war. Als Anfängerin war ich da ein bisschen am verzweifeln ;) Mittlerweile klappt das Nähen einigermaßen, aber es wundert mich ein bisschen, dass ich die Oberfadenspannung auf die höchste Stufe stellen muss, um eine gute Naht bei normalem Stoff hinzubekommen. Und leider klappert das Rad, mit dem man die Stichlänge einstellt, da es nicht mehr richtig fest ist. Aber ich hoffe, dass ich die Nähmaschine noch irgendwie wieder besser hinbekomme, denn sie gefällt mir ansonsten sehr (auch wenn sie nicht so ein schickes Rot wie deine hat ;) ).

Viele Grüße,
Christina

peter
05. Mai 2013 um 21:32

Ich nähe mit einer altehrwürdigen Singer 257, die mir meine beste freundin überlies. Ich möchte die alte dame, also die maschine(!) nicht missen - die spricht noch mit einem und lässt einen hören wenns die fadenspannung nicht stimmt, sie öl braucht usw. Und sie verzeiht auf ihre alten Tage (ist so alt wie ich - Bj. 72) auch sehr viel
Hatte mir ein paar dieser discounter dingern angeschaut - nee, nee an meine frau singer kommen die mal so gar nicht ran. Vielleicht irgendwann mal ne Bernia-Overlock, aber zum normalen Nähen werde ich mich nicht von meiner frau singer trennen.

Nira
05. Mai 2013 um 21:30

sehr gut geschrieben, die Beschreibung mit den Füßen hat mir sehr weitergeholfen, Danke! :)

~ Nira

Lionera
05. Mai 2013 um 21:42

Irgendwo find ich die Maschine sogar immer noch chic.

Bei meiner Oma stand auch so ein altes Teil mit Kofferhaube und Sockel. Leider erinnere ich mich nicht mehr an das Modell. Ich selbst habe mich damals nicht so recht fürs Nähen begeistert. Das fing bei mir erst vor knapp drei Jahren an. Nach zwei ziemlich billigen Maschinen und jeder Menge Ärger habe ich vor einer Weile in eine Pfaff investiert. Die schlägt sich bisher ziemlich wacker.

Chris Spennes
05. Mai 2013 um 21:51

Hi,
ich habe auf einer Pfaff ähh 294 (?) angefangen, und ich habe diese Maschine geliebt! Allerdings hat sie dann irgendwann angefangen zu spinnen, auch der Pfaff-Doktor konnte sie nicht mehr richtig reparieren :(. Daraufhin habe ich mir eine Brother innovis 950 Näh-Stick-Kombi zugelegt, weil ich auch gerne sticken wollte. Das klappt auch ganz gut, aber mit den Näheigenschaften der Maschine stehe ich teilweise auf dem Kriegsfuß...
Ja, und dann hat mir eine gute Bekannte eine Bernina Record 930 geliehen - ein knapp 30-jähriges Schätzchen - und die ist der Hammer!! Schnurrt wie ein Kätzchen, näht einfach durch alles und ist super!! Ich kann jedem nur so eine "alte" Maschine empfehlen!! Supertoll, und hat sogar einen Haufen Zierstiche!!
Einen schönen Abend noch!!
lg
Chris

Bärbel
05. Mai 2013 um 21:52

OH, eine Veritas hatte meine Omi auch - sie konnte gerade und zickzack nähen. Die hatte ich mal als Kind verstellt - ohje ;-) Sie existiert noch und steht bei meiner Mutter auf dem Dachboden. Genäht habe ich selbst damit noch nicht.
Ich habe mit einer alten Necchi 559 (alte Aldi-Maschine) angefangen und nach einigen jahren mir dann eine Bernina Artista 180 gebraucht gekauft. Auf der nähe ich jetzt schon fast 10 Jahre - sie ist unverwüstlich.
Mittlerweile sind eine Overlock und eine Cover sowie eine große Stickmaschine (PR650) hier eingezogen.
Aller werden sie gerne genutzt - ich möchte sie nicht mehr missen.
LG Bärbel

amberlight
05. Mai 2013 um 21:55

Mit der Veritas näht bei uns nur noch der Mann, der inzwischen so ziemlich alle verfügbaren Veritas-Modelle im Familienkreis (und das sind viele) gewartet und wieder lauffähig gemacht hat. Auch unsere schnurrt seitdem wieder wie ein Bienchen: http://amberlight-label.blogspot.de/2010/03/prolog-amberlight-label.html Ich strafe sie jedoch ziemlich mit Nichtbeachtung und bin so technik-affin, dass ich meine Innov-is 1500 D, vor drei Jahren gebraucht gekauft, nicht mehr gegen die Veritas eintauschen würde: http://amberlight-label.blogspot.de/2010/03/brother-innov-is-1500.html

Uli
05. Mai 2013 um 22:08

Hallo Ina,

nachdem ich Weihnachten auf einem "Discountermodell" meine ersten Nähschritte gegangen bin, konnte ich meiner Mutsch ihre Veritas Rubina 1091 abspenstig machen. Laut Originalgebrauchsanweisung wurde das gute Stück im Januar 1989 in einem Geschäft in der Schönhausener Allee (gibt's das vielleicht noch?) ich glaube von der Schwester meiner Omi, die in Pankow wohnte, erstanden. Meine Omi hat sie dann nach einem Besuch bei ihrer Schester mit der Bahn nach Sachsen gebracht. Bei dem Gewicht bestimmt nicht so einfach. Nachdem das Maschinchen lange im Dornröschenschlaf war (zwar nicht hundert, aber mindestens 20 Jahre) wurde es vor kurzem in einer kleinen Firma komplett durchgecheckt. Seitdem schnurrt sie wie Kätzchen und hat mit mir schon einiges zustande gebracht. Auch das Originalzubehör ist noch da (Nadeln - unglaubliche 90 Pfennige die Packung!, Füße etc.). Ich hoffe sie wird mich noch lange begleiten und noch viele Deiner Anleitungen und Anregungen meistern.

Liebe Grüße

Uli

schurrmurr
05. Mai 2013 um 22:53

Hallo Ina,
sah kürzlich bei Fontana-Nähmaschinen in der Johann-Georg-Str. eine ganz kuriose Sammlung von Kinder-Nähmaschinen. Der Inhaber des Ladens sammelt die wohl und die Maschinen sind nicht zum Verkauf. Der Anblick hat mich jedenfalls auch gleich an meine Kindheit erinnert.
Ich selbst nähe auf einer preiswerten Singer-Nähmaschine von Tschibo und liebäugele seit kurzem mit einer Kettelmaschine,
Dein Bericht über die Nähfüsse ist sehr interessant. Habe auch einige in meiner Sammlung--auch ein Rollsaumfuß, hatte haber noch nicht soviel Erfolg damit beim Nähen, braucht wohl wie vieles etwas Übung.
Viele Grüße
schurrmurr

Mehr laden